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Newsletter August 2012

Themen:

  • Der Coach und sein Ostseeman
  • Erfahrungsbericht der Extraklasse von Petra Zimmermann
         Vom moppel100 (Forum) zur Mitteldistanz am Walchsee (Teil 3)
  • go!-coach für (Wieder)Einsteiger

Der Coach und sein Ostseeman

Nachdem ich von einigen Coachees gebeten wurde, einen Wettkampfbericht zu meinem „Ostseeman“ zu verfassen – hier ist er:

Für mich ist es eine wirklich große Herausforderung, mich zu einem Wettkampf anzumelden. Weiß ich doch nur zu genau, dass ich als „Obersmiley“ unter zwar wohlwollender, aber doch ständiger Beobachtung meiner Coachees stehe. Das hat dazu geführt, dass ich mich, mangels ausreichender Trainingszeit, zwei Jahre lang von jeder  aktiven Wettkampfteilnahme ferngehalten habe. Wenn ich denn schon starte, sollte das Ergebnis nicht einfach nur peinlich sein. „Einfach nur peinlich“ ist es nicht geworden, aber besonders gut gelaufen ist es auch nicht. Und ich war noch nicht ganz zu Hause, da hatte schon jemand meine Urkunde mit Zwischenzeiten und anderem Pi-Pa-Po in unserer go!-coach-Facebook-Gruppe gepostet. Ich war zwar nicht sonderlich überrascht, aber dass es so schnell gehen würde ....

3,8 km Schwimmen
Geschwommen wurde ein zwei-Runden-Kurs in der Ostsee. Da hatte ich schon arge Befürchtungen. War es für mich doch seit vielen Jahren wieder das erste mal, dass ich wettkampfmäßig im offenen Meer schwimmen sollte. Wie würde das funktionieren? Hätte ich mich mit gefühlt mannshohen Wellen herumzuschlagen? Und wie würde mir das Salzwasser schmecken?
Die offiziell vorgesehene Einschwimmzeit von 6:30 bis 6:45 Uhr musste ich leider in der Warteschlange vor den (viel zu wenigen) Toilettenhäuschen verbringen.

Der Massenstart um 7:00 Uhr war schon mal eine ordentliche Herausforderung. Zwar hatte ich mich bescheiden nur im äußeren Mittelfeld plaziert, aber auch da ging es noch richtig ab. Die ersten Minuten war es eigentlich kein Schwimmen. Ich würde es eher als „Überlebenskampf mit Vorwärtsdrang“ bezeichnen. In diesem Zusammenhang unvergessen ist der überaus sportliche Mitschwimmer, der sich gekonnt meines linken Fußes bemächtigt, und sich mit einem kräftigen Ruck an mir langgezogen hat. Er hat ein paar Sekunden gewonnen und sich dafür als absolut unfair und unsportlich geoutet. Vollkommen unverständlich.
Als passionierter Hallenbadschwimmer, der eigentlich nur an Badewannentemperaturen gut gewöhnt ist, führte die recht kühle, aber immerhin ruhige Ostsee die ersten paar Minuten zu einem vollkommen unkontrollierten „Zweierzug mit Schnappatmung“. Ein zehnminütiges, lockeres Einschwimmen hätte da sehr geholfen. Erst nach ca. 5 Minuten hatte ich meinen Rhythmus einigermaßen gefunden und konnte nun auch mehr und mehr meine unglaublich ästhetische Schwimmtechnik zur Anwendung bringen – ganz nach dem Motto - „nicht schnell aber schön“ ;-).
Nun ja, nach 1:14:40 war es überstanden. Und eigentlich war ich noch ganz zufrieden ....


180 km Radfahren
Die Radstrecke war ein 6 X zu durchfahrender, sehr schöner und abwechslungsreicher Rundkurs. „Leicht hügelig und schnell“ stand auf der Website des Veranstalters. Wahrscheinlich war der Autor ein ehemaliger Tour-de-France-Fahrer, der Steigungen erst ab 10% überhaupt bemerkt. Allerdings muss ich zu seiner Ehrenrettung erwähnen, dass es auch einige Radzeiten deutlich unter 5 Stunden gab. Ob die wohl die gleiche Strecke gefahren sind .... ?
Abgesehen davon, das Streckenprofil auf der Website hätte mich warnen können.
Sicherheitshalber habe ich mir noch keine Zeitfahrmaschine zugelegt. Womit sollte ich sonst mäßige Radzeiten entschuldigen? Also bin ich mit meinem Rennrad gestartet. Schließlich ist das im Training gut an einen 30er Schnitt gewöhnt. Und viel schneller sollte es heute auch nicht werden. Eigentlich gab es keinen Grund, warum das nicht klappen sollte. Gute Entschuldigung – Fehlanzeige.
Irgendwie war es überhaupt nicht mein Tag. Schon in der ersten Runde habe ich gemerkt, dass ich den 30er Schnitt mit dem angepeilten Rad-Wettkampfpuls heute in das Reich der Träume verabschieden musste. Da kommt richtig Panik auf. Jetzt gab es für mich zwei Möglichkeiten:

1. mich in dieser frühen Phase des Wettkampfes schon mit einem unbefriedigenden Ergebnis zufrieden geben oder

2. Belastung (Puls) erhöhen und hoffen, dass sich diese Entscheidung beim Laufen nicht fürchterlich rächt.

Wie fast nicht anders zu erwarten, habe ich mich frühzeitig für Variante zwei entschieden. Das Ergebnis dieser „wohldurchdachten“ Entscheidung war, dass der 30er Schnitt trotzdem nicht erreicht wurde, dafür aber zu viele Körner für den abschließenden Marathon verbraucht wurden. Toll! Jedem meiner Coachees hätte ich ein paar passende Worte zu einer solchen Entscheidung gesagt.
Ich gestehe, warum es auf dem Rad überhaupt nicht funktioniert hat, ist mir bis heute nicht ganz klar. Da muss ich unbedingt mal den Coach um eine Analyse bitten. Wahrscheinlich hat es doch am Rad gelegen ;-)

42,2 km Laufen
Die Laufstrecke war ein ebenfalls recht anspruchsvoller Rundkurs, der 5 X zu durchlaufen war. Auch hier gab es Steigungen, die ich in unmittelbarer Küstennähe nicht unbedingt erwartet hätte. Aber an diesem Tag gab es schließlich viel Unerwartetes. Absolut unerwartet auch meine Laufzeit von über 4 Stunden. Da fehlten die Körner, die ich auf der Radstrecke verpulvert hatte. Leider war es zwischenzeitlich auch recht heiß geworden. Aber egal, auf der Laufstrecke konnte ich dann doch wieder einige Plätze gutmachen. Da habe ich angefangen zu träumen. „Wenn ich jetzt noch gut auf dem Rad gewesen wäre ....“

In Anbetracht einiger Coachees, die ihren Coach an diesem Tag locker abgehängt hätten, habe ich, auf der Suche nach etwas Trost, im Internet ein Zitat Leonardo Da Vinci gefunden, das ich flugs für meine Bedürfnisse etwas verändert habe.

     „Armselig der Lehrer, der von seinen Schülern nicht übertroffen wird“




Fazit
Der Ostsseman ist ein sehr schöner, liebevoll organisierter, anspruchsvoller Langdistanzwettkampf, mit abwechslungsreichen Teilstrecken. Er ist eher kein Wettkampf, um persönliche Bestzeiten zu verbessern. Aber wer Spass daran hat, eine Langdistanz in landschaftlich reizvoller Umgebung, toller Athmosphäre und mit einem begeisterten Publikum zu bestreiten, dem kann ich eine Teilnahme am nächsten Ostseeman am 04. August 2013 wärmstens empfehlen. 

Andreas Oschmann

 

Vom moppel100 (Forum) zur Mitteldistanz am Walchsee oder meine ganz persönliche Langdistanz (Teil 3)

Im Januar 2011 verlief mein Training dann etwas schleppend, was mir dann an einem Wochenende auch prompt einen Anruf vom „Chef“, wie ihn meine Kinder mittlerweile nennen, bescherte. Große Standpauke, dass so eine Mitteldistanz nicht zu bewältigen wäre! Da hatte ich ihm ja ein tolles Druckmittel an die Hand gegeben. Immer wenn ich nicht so wollte kamen so Sätze wie: „Ich sage nur "M I T T E L D I S T A N Z" !!!“ oder „Du weißt ja, der Trainer muss nicht nett sein ;-)“. Als ob ich hier mit meinem Schwimmtrainer vor Ort nicht genug gestraft wäre. Als ich im Frühjahr Schulterprobleme hatte hieß es auf einmal 1000m Lagen-Beine! Alle Trainier in einen Sack! Aber immerhin, damit das Gemecker vom Oschi nicht zu groß wurde hatte ich mir eine Rolle zugelegt und strampelte hin und wieder im Keller. Glücklicherweise war der Winter nicht so arg und wenn als alternative die Rolle droht sieht das Wetter schon immer gleich viel freundlicher aus. So wurden es glücklicherweise nur 9 Stunden :-)

Am 15.05. fuhr ich dann erst mal mit einer Freundin zum Münchner-Stadt-Triathlon, eine Sprint-Distanz. Sie besuchte gleichzeitig ihre Eltern, ich zwei Schulfreunde. Als am 15.05. morgens um 5 Uhr der Wecker ging zeigt sich München von seiner „schönsten“ Seite, es goss aus Kübeln und war lausig kalt! Ich war heil froh wenigstens einen super schönen Abend mit meinen Freunden und Familie verbracht zu haben, da war die lange Fahrt wenigstens nicht ganz umsonst! Denn die Radstrecke war alles andere als „regentauglich“. Denn die 18 km lange Strecke war ein 5 Rundenkurs im Olympiapark mit jeweils vier 90 Grad Kurven, also insgesamt 20 auf der kurzen Strecke! Aber wir hatten Glück. Pünktlich zum Beginn des Wettkampfs hörte der Regen auf und als ich nach dem Schwimmen aus dem Olympiabad kam war die Radstrecke sogar schon abgetrocknet und bei einem Durchschnittspuls von 170 wurde mir auch schnell warm. Es machte einfach riesig Spaß nach den Kurven wieder richtig Gas zu geben. Nach gut 36 min hatte ich’s dann auch geschafft. Als Quittung brauchte ich dann für die folgenden 5 km Laufen fast 38 min, man könnte meinen ich hätte Rodgau vergessen ;-) Insgesamt war ich 1:26:17 unterwegs. Im Ziel gab es dann das tollste Kuchenbüffet das ich je gesehen habe. Ich glaube nach ungefähr 8 nicht allzu kleinen Stücken habe ich kapituliert! An den Start war ich mit nur noch 65 kg gegangen, die Kalorienbilanz an diesem Tag war mit Sicherheit positiv!

Am 05.06. kam dann im Kraichgau meine erste OD für dieses Jahr und meine zweite überhaupt. Und diesmal kam mir das Fiasko von Rodgau frühzeitig ins Gedächtnis. Da es ein langes Wochenende war, war meine Familie ausgeflogen und ich hatte alle Zeit der Welt um mich verrückt zu machen. Der Oschi hatte jede Menge zu tun, um mich halbwegs zu beruhigen. Da der Start der S-Distanz ja erst um 14:00 ist hatte ich dann morgens auch noch mal jede Menge Zeit um so richtig nervös zu werden. An Frühstück war leider auch nicht zu denken, mir war auch so schon schlecht. Auf der Fahrt, ich habs ja nicht so weit, schaffte ich es dann wenigstens eine Brezel zu knabbern. Als ich ankam war das Wetter noch wunderbar, aber je näher der Start rückte um so schlechter wurde es. Als die erste Startgruppe schon im Wasser war kam auf einmal die Entscheidung den Start wegen Gewittergefaher eine Stunde zu verschieben. Ich war heilfroh nicht schon nass geworden zu sein, denn es kühlte doch ziemlich ab. Als es dann zwischenzeitlich so aussah als ob der Wettkampf komplett ausfallen müsste, war ich hin und her gerissen ob ich mich jetzt erleichtert freuen sollte oder traurig sein. Aber glücklicherweise wurde nicht abgesagt!
Kurz nach 15:00 ging es dann doch los. Schwimmen war wie immer wunderbar und so im Neo erst recht. Leider war ich nicht ganz konzentriert und habe zwischendurch das schöne orangene Rettungsboot mit der gleichfarbigen Wendeboje verwechselt. Gemerkt habe ich es, als es nicht mehr so schön kuschlig war. Trotzdem war ich nach 0:29:42 aus dem Wasser. Auf dem Rad war ich dann ganz konzentriert und habe die Pulsuhr nicht aus den Augen gelassen. So einen Einbruch wie in Rodgau wollte ich nicht nochmal erleben. Nach 1:40:57 stieg ich dann vom Rad und kam auch ganz gut ins laufen. Meine Hoffnung war trotz Radfahren nicht länger als 1:20 Stunde zu brauchen. Als ich nach einer Laufzeit von 1:08:50 durchs Ziel lief war ich völlig irritiert, ich hätte schwören können die haben da einen Kilometer vergessen! Aber ich wog ja mittlerweile auch nur noch um die 60 kg.

3 Wochen später am 26.06. kam dann mit dem Heinerman hier in Darmstadt auch gleich meine nächste OD. Das mit Abstand witzigste ist das Schwimmen. Geschwommen wird im Woog, der ist eigentlich nur eine Pfütze, in der man sogar an einigen Stellen stehen kann und in den Randbereichen reichlich mit Algen und Seerosen bewachsen ist. Der Boden ist extrem schlammig und das Wasser ziemlich grün-braun und riecht recht würzig. 1500 m in so einer kleinen Pfütze unterzubringen ist nicht einfach und die Streckenführung recht abenteuerllich! Ich habe doch einige Zeit gebraucht bis mir klar war wo es lang geht, denn es wimmelte nur so von unterschiedlich farbigen Bojen. Bei so beengten Verhältnissen dann auch noch mit über 600 Leuten einen Massenstart aus dem Wasser zu machen ist nicht jedermans Sache, aber ich fands kuschlig ;-) Recht schnell kam dann auch die erste Boje und dementsprechend ein ordentlicher Stau, der mir Gelegenheit gab mich recht nett zu unterhalten. Trotz allem war ich nach 31 min aus dem Wasser. Die Radstrecke ist leider eine recht langweilige Wendepunktstrecke von 42 km auf der Dieburger Strasse, zwar nicht ganz eben, aber auch nicht richtig hügelig, irgendwie gar nicht mein Ding. Aber nach 1:32:00 hatte ich es dann in die Wechselzone geschafft. Laufen dauerte dann trotz ziemlicher Wärme und nur einer Wasserstelle 1:09:43. Da schöpfte selbst der Oschi langsam Hoffnung für meine MD ;-)


So sieht ein „Hängemattenurlaub“ aus, wenn man den Oschi im Nacken hat ;-) Hat aber Spaß gemacht!




Zusammenfassung  KW 28/2011

Anfang Juli fuhr ich dann mit meiner Familie in den Urlaub, mit der ausdrücklichen Ermahnung vom Oschi:  „Das darf aber kein Hängemattenurlaub werden!!“  Wurde es auch nicht, es war eher ein Trainigslager mit Familienanhang. Mein Mann hat gekocht, die Kinder bespaßt und ich habe trainiert was das Zeug hält und anschließend faul im Liegestuhl gelegen. Es hat sich aber auch gut ergänzt, meine Familie paddelt und da ist es sehr praktisch eine Radfahrerin dabei zu haben, die einem das Auto zur Ausstiegsstelle fährt und mir war es schließlich egal, wo ich aufs Rad steige. In der ersten Woche waren wir am Walchsee. Außer das ich natürlich ganz viel Rad gefahren bin, bin ich auch einmal 3 Runden um den See gelaufen. Da ich wenigstens mit meiner Familie Frühstücken wollte und anschließend mit meinen Kindern noch stundenlang im Wasser und auf so einem Trampolin im Wasser rumgetobt bin, bin ich völlig platt in der größten Mittagshitze gelaufen. Ging trotzdem ganz gut, da konnte die MD mit ihren 4 Runden um den See wohl nicht so schlimm werden. Obwohl mir, nachdem ich die Radstrecke locker abgefahren war immer noch nicht ganz klar war, wie das hintereinander gehen sollte.


Meine Formkurve über 3,9 km. Gegen Ende war selbst der Oschi schon manchmal zufrieden ;-)


Aber eigentlich war ich guter Dinge, aber dann kam die Wettkampfwoche! Sowenig Training hatte ich schon lange nicht mehr, noch nicht mal 4 Stunden! Es war ein permanenter Wechsel zwischen dem Gefühl völlig schlapp zu sein und nicht zu wissen wohin mit der Energie, am liebsten hätte ich den Garten umgegraben. An einem Morgen kam die Nervosität so mit Wucht, dass ich mir den Kaffee über geschüttet habe weil ich so zittrig war. Auch wenn ich mich riesig freute, zumal ich mit einer Mitstreiterin von go-coach verabredet war, lagen meine Nerven doch blank. Irgendwie war ich mir nun doch nicht so sicher ob das zu schaffen war, oder ob ich nicht doch besser auf den Oschi gehört hätte und noch ein Jahr gewartet hätte. Zumal der Oschi kurz vorher eine recht unbedachte, aber ich fürchtete ehrliche Bemerkung dazu fallen ließ das ich tatsächlich starte. „Ich bewundere Deinen Mut. Viel Glück!“ Na super, das sagte doch alles! Das gab mir doch erheblich zu denken. Insgeheim glaubte er also immer noch nicht so recht das ich das schaffen kann! Am Freitag morgen vor dem Wettkampf sollte ich nochmal einen flotten kurzen Lauf machen, da war die große Gewissensfrage: Formkontrollstrecke oder nicht? Sollte sich nämlich herausstellen das die Form nicht so toll ist, wäre das für meine Nerven der Supergau gewesen, da hätte mir der Oschi tausendmal erklären können das die Tagesform erheblich schwanken kann! Neugierig wie ich nun aber bin entschied ich mich für meine 3,9 km Formstrecke und es lief super, Bestform. Das beruhigte mich dann doch etwas. Also packte ich meine Sachen und machte mich auf den Weg an den wunderschönen Walchsee zu meiner Verabredung. Abends gingen wir dann erst mal Pizza essen. Ich glaube in der Pizzaria waren nur Teilnehmer. Warum ich fast die einzige war die einen Rotwein dazu trank war mich nicht so ganz klar, ich meine Pizza ohne Rotwein......? Am Samstag haben wir dann ganz viel geschwätzt, über alles und jedes und auch ein bisschen über unseren Oschi gelästert ;-) Nachmittags haben wir natürlich noch ein bisschen den See erkundet, nicht dass da doch „Süßwasser-Haie“, „Riesenkraken“ oder sonstige „Seeungeheuer“ unterwegs sind, man kann ja nie wissen! Aber seit meinem Sommerurlaub hatte sich wohl nichts geändert, immer noch völlig harmlos der See. Zumindest gab er sich den Anschein, aber vielleicht warteten sie ja alle nur auf das viele Futter morgen ;-) Damit ich ja keinen Fehler machte, wahrscheinlich hatte ich eh schon tausende gemacht, telefonierte ich gegen Abend noch mal mit dem Coach. Sollte jemand in der Woche den Coach nicht erreicht haben, weil immer besetzt war bitte ich das zu entschuldigen, wird wohl meine Schuld gewesen sein. Ich hatte quasi eine Standleitung ;-) Dieses Telefonat werde ich wohl nie vergessen, meine Mutter wäre in meiner Jugend begeistert gewesen! Ich lies mir doch tatsächlich vorschreiben wann ich ins Bett gehen soll, wann aufstehen und wann und was Frühstücken. Da der Oschi meine Abneigung gegen Frühstück kannte kam der eindringliche Rat: „Du musst Frühstücken, hau Dir den Bauch richtig voll. Keine Angst, es wird Dich schon keiner fragen ob Du schwanger bist!“ Ob das therapierbar ist hab ich meine Zweifel ;-) Zumal ich sogar gehört habe, was doch sonst bei mir eher selten vorkommt! Aber irgendwie hatte es was beruhigendes wenigstens nicht selber denken zu müssen.

Pünktlich um 8:00 bin ich also am Walchsee in Tyrol zu meiner ersten MD gestartet. Bei mir natürlich nach wie vor mit dem klaren Ziel einfach nur innerhalb der geforderten 8 Stunden irgendwie ins Ziel zu kommen, zur Not hätte ich sogar etwas länger Zeit gehabt.

Eigentlich ist es schon ein bisschen blöd wenn Schwimmen die relativ beste und Laufen die mit Abstand schlechteste Disziplin ist. Dadurch werde ich regelmäßig von Anfang an nach dem Schwimmen nach hinten durchgereicht, außerdem heißt es auf dem Rad unbedingt Nerven behalten! Aber heute zeigten sich auch ganz klar die Vorteile!! Vor dem Start war ich suuuuuper nervös, hätte vor Aufregung beinahe meinen Neo schon gar nicht an bekommen. Als ich dann aber im angenehm temperierten Wasser auf den Start wartete hab ich mich eigentlich nur noch gefreut, ich fühl mich im Wasser einfach wohl und die Stimmung war super.

Schwimmen ging wie erwartet klasse, nach 37:55 war’s leider schon vorbei. In der Wechselzone hab ich dann leider mit 6:08 ewig gebraucht. Mein Neo wollte sich unter keinen Umständen von meinem linken Arm trennen! Nach einer gefühlten Ewigkeit bin auch ich dann endlich aufs Rad. Leider hat sich das Wetter nicht an den Wetterbericht gehalten. Statt warm und sonnig war es kühl, bewölkt und es gab zwei kleinere Schauer, so dass ich ca. 70 km lang gefroren habe bis endlich die Sonne raus kam. Ansonsten ging’s auf dem Rad richtig gut und hat einfach nur Spaß gemacht. Die Huberhöhe musste ich ja zweimal hoch, schon gleich beim erstenmal hatte ich sofort wieder den eindringlichen Rat vom Oschi im Kopf: „Vorsicht vor langsamen Trittfrequenzen. Mach da besonders langsam!“ Also bin da brav ganz langsam hochgezuckelt und hab mich überholen lassen. Beim zweitenmal hat mich ein netter Italiener so witzig schnaufend überholt, dass ich vor Lachen beinahe in die Büsche gefahren wäre. Auf der Abfahrt hab ich ihn dann wieder gehabt! Ob er meine Bemerkung beim überholen verstanden hat weiß ich nicht, aber wir hatten wieder was zu lachen. Am nächsten kleineren Anstieg überholte er dann wieder, natürlich frech grinsend! Da war es mir dann doch zu bunt und ich biss mich fest! Aber nur kurz, denn da brüllte der Oschi förmlich in meinem Hinterkopf. „LASS ES!!!!!!“ Nach 3:27:42 hatte ich die 90 km mit ihren 900 HM auch geschafft. Der zweite Wechsel ging mit 5:23 auch nicht wirklich flott, ich hatte es aber auch ehrlich gesagt nicht wirklich eilig auf die Laufstrecke zu kommen ;-) Laufen ging unerwartet gut, außer an den Verpflegungsstellen musste ich auch keine extra Gehpausen einlegen. Abgesehen von den Blasen die ich mir gelaufen habe, war’s auch bei weitem nicht so schlimm wie ich angenommen hatte. Es hatte sich also gelohnt auf dem Rad zu bummeln. Nach 2:51:52 hatte ich auch das hinter mir und war nach insgesamt 7:09:02 unverhofft früh im Ziel. Wenn ich ehrlich bin im ersten Moment schon fast irgendwie ein wenig enttäuscht, ich kam mir garnicht so wirklich „heldenhaft“ vor. Es war so viel einfacher als erwartet, ich weiß garnicht warum der Oschi sich Sorgen machte, ich war perfekt vorbereitet! Insgesamt ein toller Wettkampf in einer traumhaften Landschaft und die Freude kam natürlich auch ganz schnell.

Ansonsten muss ich sagen ist go!-coach ganz schön teuer, ich hab´ Unmengen an neuen Klamotten gebraucht ;-)
 


- Fortsetzung folgt -

Teil 1 zu diesem Erfahrungsbericht können Sie in unserem Newsletter-Archiv (unter „weitere Informationen“) im Newsletter April 2012 nachlesen.
Teil 2 zu diesem Erfahrungsbericht können Sie in unserem Newsletter-Archiv (unter „weitere Informationen“) im Newsletter Mai 2012 nachlesen.

go!-coach für (Wieder)Einsteiger

August / September sind super Monate für einen Einstieg bei go!-coach. Die Marathonsaison steht unmittelbar bevor. Es geht jetzt darum, mit Hilfe der unterschiedlichsten Trainingsmittel einen Angriff auf die persönliche Bestzeit zu starten.

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Herzlich willkommen bei go! – coach!

 

 

„Training ohne Trainingsplan ist wie Autofahren ohne Führerschein“

 

 

Mit freundlichem Gruß,

 

Ihr Andreas Oschmann

Impressum

Herausgeber: go!-coach GmbH

E-Mail: oschmann@go-coach.de

Geschäftsführung: Andreas Oschmann

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