Trainingseinheiten der Woche umstellen?

Hast du schon mal versucht, nach einem Trainingsplan zu trainieren? Und hast dabei festgestellt, dass er so gar nicht in deine Lebenssituation passt. So gehört zum Beispiel der Sonntag deiner Familie und nicht dem langen Lauf deiner Marathon-Vorbereitung, der für diesen Tag geplant ist?

Oder bist du TriathletIn und möchtest dein Schwimmtraining immer nach einer kurzen Laufeinheit am Mittwoch absolvieren? Leider steht die Schwimmeinheit am Dienstag nach dem Radtraining im Plan? Was nun? Wie wichtig ist es, einen Trainingsplan tagesgenau zu befolgen? Darfst du die Reihenfolge ändern, oder schmälerst du dadurch den Trainingseffekt?

Ja, das darfst du! Bei go!-coach sind die Trainingseinheiten zwar auch in einer sinnvollen Reihenfolge aufgelistet, aber Umstellungen sind problemlos möglich.

Bei Umstellungen beachten:
Verteile deine trainingsfreien Tage möglichst gleichmäßig über die Woche. Fünf Tage trainieren und anschließend zwei Tage Pause sind suboptimal.

Nach sehr harten Trainingseinheiten: einen Pausentag oder eine regenerative, kürzere Trainingseinheit einlegen, evtl. in einer anderen Disziplin (für Triathleten).
Als Triathlet/in gilt das Gleiche für die einzelnen Disziplinen. Auch hier solltest du eine „Blockbildung“ tunlichst vermeiden und die einzelnen Disziplinen möglichst gleichmäßig verteilen.

Zwei wichtige Prinzipien der Trainingsgestaltung:

1. Das Prinzip der wechselnden Belastungen
2. Das Prinzip der aufstockenden Belastung

Bei »wechselnden Belastungen« sollten auf harte Einheiten immer lockere Einheiten oder Ruhetage folgen. Es ist die im Amateurbereich bevorzugte Trainingsform.

Bei »aufstockenden« Belastungen wird zwei oder auch mehrere Tage hintereinander hart trainiert und dann eine größere Pause eingelegt. Hin und wieder trainieren Profis nach diesem Prinzip. Diese Trainingsform, oft angewendet, setzt eine hohe Leistungsfähigkeit, eine große Erholungsfähigkeit, geringe Verletzungsanfälligkeit und sehr viel Erfahrung voraus.

Viele Wege führen nach Rom
Niemand kann mit Sicherheit sagen, ob bei dir wechselnde oder aufstockende Belastungen in den jeweiligen Trainingsperioden am besten sind. Deshalb kann auch keine Aussage darüber getroffen werden, an welchen Tagen welche Trainingseinheiten trainiert werden sollten. Viel wichtiger als die Reihenfolge der Trainingseinheiten sind die Trainingseinheiten selbst, der Trainingsumfang insgesamt und die regenerativen Trainingsphasen. Verteile dein Wochentraining also möglichst gleichmäßig über die Woche und zwar so, wie es sich am besten mit deinen sonstigen Verpflichtungen vereinbaren lässt. Eine gelegentliche „Belastungsballung“ braucht dich dann nicht zu schrecken.

Du übst deinen Sport sowieso mit großer Begeisterung und erheblichem Zeiteinsatz aus. Deshalb soll deine Zeitplanung nicht durch die Einhaltung unflexibler Trainingspläne zusätzlich belastet werden.

Mit freundlichem Gruß,

Dein Andreas Oschmann

Hast du Lust, die Trainingspläne von go!-coach vier Wochen lang kostenlos zu testen? Dann klicke jetzt auf den Button und erstelle deinen ersten Wochenplan.