Marathonvorbereitung mit go!-coach

Teil 6 von 7: Der Wettkampftag

Stehen Sie früh auf

Sie haben sowieso schlecht geschlafen? Macht nichts. Geschätzten 90% Ihrer Mitstarter erging es ebenso. Beginnen Sie den Tag mit einem leichten, aber gewohnten Frühstück. Heute ist kein Tag für Experimente. Wenn Sie vorhaben, am Wettkampftag Ihre Frühstücksgewohnheiten zu ändern, z. B. ein leichteres Frühstück zu sich zu nehmen als gewohnt, so sollten Sie das vorher mehrmals getestet haben. Sie sollten Ihren sowieso schon etwas nervösen Magen- und Darmtrakt nicht auch noch mit ungewohnter Nahrung überraschen. Je früher Sie frühstücken, desto normaler kann Ihr Frühstück ausfallen. Lediglich auf fettreiche Wurst u.ä. sollten Sie heute verzichten.

Startaufstellung wie Zieleinlauf

Am Start sollten Sie sich so einreihen, dass das voraussichtliche Starttempo Ihren eigenen Möglichkeiten entspricht. Um Ihren optimalen Startplatz zu finden orientieren Sie sich am besten am Ergebnis Ihres letzten Wettkampfes. Sind Sie unter den Top Ten eingelaufen, dann ist gegen die erste Startreihe nichts einzuwenden. Haben Sie dagegen als schwächere(r) Läufer/Läuferin 90% des Starterfeldes erfolgreich vor sich ins Ziel getrieben, dann sollten Sie sich eher am Ende des Starterfeldes aufstellen. Ihr auf diese Weise ausgebremstes Starttempo ermöglicht einen sanften, ökonomischen Renneinstieg. Lassen Sie sich von Ihrer Aufregung und Ihrer Motivation nicht zu dem Gefühl verleiten, Sie seien zu langsam! Den minimalen Zeitverlust holen Sie über die Gesamtdistanz locker wieder auf.

Auf der Strecke - Gleichmäßgkeit ist Trumpf

Wie Sie sicher schon bemerkt haben, dauert es nach einer Tempoerhöhung immer eine gewisse Zeit, bis sich Ihre Pulsfrequenz dem höheren Tempo angepasst hat. In dieser Zeitspanne verbraucht Ihr Körper mehr Sauerstoff, als das Herz- Kreislaufsystem liefern kann. Es entsteht also eine geringe Sauerstoffschuld. Bei einem Marathonlauf können Sie das überhaupt nicht gebrauchen. Deshalb vermeiden Sie jede plötzliche Tempoverschärfung! Wenn Sie das Tempo anziehen können und möchten, dann tun Sie das, aber langsam und kontinuierlich. Pulsschlag für Pulsschlag. Je langsamer Sie das Tempo steigern, desto besser wird Ihr Organismus die Tempoverschärfung verkraften. Nutzen Sie die Verpflegungsstationen und trinken Sie regelmäßig, auch wenn Sie keinen Durst verspüren.

Ignorieren Sie den Hammermann

Es stimmt zwar, dass mit der kontinuierlichen Entleerung der Glykogenvorräte vermehrt freie Fettsäuren zur Energiegewinnung herangezogen werden, aber diese Umstellung des Stoffwechsels findet langsam und kontinuierlich statt, und keinesfalls "hammermäßig" bei Kilometer 30. Wann und in welcher Form diese Umstellung passiert, hängt von vielen Faktoren ab. Hierzu gehören der allgemeine Trainingszustand, die Ernährung, die Art des Marathontrainings, die Laufgeschwindigkeit, die Renneinteilung u.v.a.m.. Der "Mann mit dem Hammer" ist nichts anderes als eine sich selbst erfüllende Prophezeiung. Wenn Sie fest daran glauben, bei Kilometer 30 den gefürchteten Einbruch zu erleben, setzt der Placeboeffekt ein und Sie werden sicher nicht enttäuscht.

Es ist geschafft - Herzlichen Glückwunsch!

Sind Sie mit dem Ergebnis zufrieden? Ganz gleich, ob Sie nach 2:30 Std. oder nach 5:00 Stunden das Ziel erreicht haben, Sie haben eine phantastische Leistung erbracht. Viele Ihrer Mitmenschen werden Sie dafür bewundern. Seien Sie ruhig ein wenig stolz darauf. Wieder zu Hause notieren Sie genau, wie der Marathon verlaufen ist. Welche Pulswerte haben Sie erreicht? Mit welchem Durchschnittspuls sind Sie insgesamt gelaufen? Gab es noch Luft nach oben? Was gab es für Probleme? Was können Sie beim nächsten mal besser machen? Marathon laufen ist ein langjähriger Lernprozess. Schneller wird man bei einem Marathon nicht nur durch besseres Training sondern auch durch die Vermeidung von Fehlern. Lernen Sie aus Ihren Fehlern und machen Sie es beim nächsten mal noch besser. Wir freuen uns darauf, Ihnen dabei helfen zu dürfen!

Sie haben vor, in den nächsten Wochen oder später einen Marathon zu laufen? Sie wollen wissen, wie Sie den Wettkampftag optimal gestalten? Dann klicken Sie einfach auf den gelben Button und melden Sie sich für eine vierwöchige, kostenlose Testphase an. In wenigen Minuten halten Sie Ihren ersten, persönlichen Trainingsplan in Ihren Händen. Viel Spaß dabei!