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Läufer und Laufsport


Der Laufsport wird aufgrund der Entwicklungsgeschichte des Menschen als „natürliche Sportart“ betrachtet. Wurden Läufer in den 70er und Anfang der 80er Jahre nicht selten milde belächelt, hat sich aus dem Laufsport seitdem eine Massenbewegung entwickelt.


An den größten Läufen weltweit, Marathonveranstaltungen wie der Berlin Marathon, New York Marathon oder London Marathon nehmen jährlich mehr als 100.000 Läufer teil.


Was macht den Laufsport so interessant?


Der Mensch ist aus evolutionstechnischer Hinsicht zum Laufen geschaffen. Laufen kann man immer und überall. Beim modernen Laufsport werden zu Beginn lediglich ein paar gute Laufschuhe benötigt. Fortgeschrittene Läufer sollten sich nach und nach weitere Laufschuhe anschaffen, um zwischen ihnen wechseln zu können. Spätestens nachdem der Einstieg geschafft ist, entsteht bei vielen Läufern der Wunsch nach zusätzlicher Funktionsbekleidung. Trotzdem ist der Laufsport im Vergleich zu vielen anderen Sportarten ein relativ günstiges Vergnügen.

Bei vielen Läufern steht hinter dem Laufsport der Wunsch, sich wieder mehr zu bewegen. Die Menschen neigen im privaten und beruflichen Umfeld mehr und mehr dazu, tagtäglich zu sitzen und sich immer weniger zu bewegen. Der Laufsport bietet ihnen eine willkommene Abwechslung zu diesem „statischen Lebenswandel“.

Fast jeder kann laufen.

Während sich für stark übergewichtige und ältere Menschen zumindest als Einstieg eher das Walking oder Nordic-Walking eignet, kann der Laufsport doch von der Mehrzahl der Menschen ausgeübt werden.


Nutzen des Laufsports


Der Laufsport unterstützt die Gesundheit in vielfacher Weise:
Durch den erhöhten Kalorienverbrauch eignet er sich zum Abnehmen. Zwar ist der Kalorienverbrauch während einer Laufeinheit im Vergleich zum durch Nahrung aufgenommenen Kalorienanteil relativ gering. Der Körper profitiert in diesem Zusammenhang vom Laufsport aber in doppelter Hinsicht: Einerseits durch die während des Laufs verbrauchten Kalorien. Andererseits durch den Aufbau von Muskulatur, die ihrerseits – selbst im Ruhezustand – dauerhaft einen höheren Energieumsatz bewirkt.

Durch den Laufsport wird das Herz-Kreislaufsystem gestärkt und in Schwung gebracht. Damit wird zugleich der Gefahr vieler Krankheiten, wie koronaren Herzerkrankungen oder Diabetes, vorgebeugt. Auch der Depression kann durch einen aktiven Lebensstil entgegengewirkt und damit eine höhere psychische Ausgeglichenheit erreicht werden.

Das Immunsystem wird durch den Laufsport gestärkt und der Körper ist weniger anfällig für Infekte.

Außerdem wird der Bewegungsapparat ebenso gekräftigt wie die Rückenmuskulatur.


Lauftechniken beim Laufsport


Beim Laufsport wird zwischen drei Lauftechniken unterschieden:
  • Vorderfußlauf
  • Mittelfußlauf
  • Rückfußlauf

Beim Vorderfußlauf (auch Ballenfußlauf genannt), setzt der Fuß im Bereich des Großzehballens auf und erfährt eine kurze Aufsetzbewegung des Mittelfußes bis zur Ferse. Der Vorderfußlauf stellt allerdings hohe Anforderungen an den Bewegungsapparat, da beim Dauerlauf sehr hohe Belastungen abgefangen werden müssen. Während manche Eliteläufer selbst über die Marathondistanz Vorderfußläufer sind, ist dieser Laufstil aufgrund der hohen Belastung für die Achillessehne und die Wadenmuskulatur für viele Läufer ungeeignet.

Der Mittelfußlauf wird meist von Langstreckenläufern wie Marathonläufern angewandt. Dabei handelt es sich um eine Art Kompromiss zwischen Vorderfußlauf und Rückfußlauf, indem versucht wird, von den Vorteilen beider Laufstile zu profitieren und zugleich ihre Nachteile zu minimieren. Bei diesem Laufstil setzt der Fuß über die Ferse gehend vollständig auf dem Boden auf, rollt ab und stößt den Körper dann über den Vorderfuß nach vorne.
Gegenüber dem Vorderfußlauf ist dieser Laufstil kraftschonender und mit geringeren Belastungen für Achillessehne und Gelenke verbunden.

Auch der Rückfußlauf findet bei Langstreckenläufern gerne Verwendung und unterscheidet sich vom Mittelfußlauf vor allem dadurch, dass die Ferse in steilerem Winkel auf den Boden aufsetzt, bevor im Anschluss die Abrollbewegung erfolgt. Der Rückfußlauf ist die am weitesten verbreitete Laufart im Laufsport. Daher sind auch die meisten Laufschuhe auf diesen Laufstil hin optimiert und versuchen durch entsprechende Dämpfung im rückwärtigen Teil des Laufschuhs die stärkere Belastung der Gelenke aufzufangen.


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